Ziel meiner Arbeit ist, das Körperbewusstsein zu schulen, Spannungen und Schmerzen nachhaltig zu reduzieren und dadurch die Lebensqualität zu erhöhen.

Ich unterstütze dabei, alt eingesessene Bewegungs- oder Haltungsmuster und im Körper gespeicherte Erfahrungen zu verändern. Dabei lernt man sich besser kennen, und gewinnt die Möglichkeit, Einfluss nehmen zu können auf alt bekannte Symptome und das eigene Körpererleben. Bei meinen Klienten führt dies dazu, dass sie sich befreiter und ruhiger fühlen, und die Behandlungsliege mit mehr Ausgeglichenheit verlassen.

 

 

WIE LÄUFT EIN EINZELTRAINING AB?

In meiner Arbeit verbinde ich Gespräch und Berührung.

Zu Beginn des Trainings kann eine Beschreibung des Klienten stehen, über die Schmerzen, Spannungen, Ängste oder Empfindungen, die Schwierigkeiten bereiten. Es kann aber auch mit einer Beschreibung oder Fragen von meiner Seite beginnen, je nachdem was gewünscht ist. Ich betrachte und berühre die Füße, die durch ihre Haptik, Temperatur, Statik und äußere Erscheinung Aufschluss geben können über den ganzen Körper.

Warum die Füße? In der Reflexologie z.B. sind Bereiche der Fußsohlen allen Körperteilen zugeordnet, in der Orthopädie arbeitet man mit der Gewichtsverteilung des Körpers auf den Fußsohlen um statische Ungleichgewichte auszugleichen und eine der wichtigsten Faszien des menschlichen Körpers verläuft von der Fußsohle bis zur Stirn die gesamte Körperrückseite entlang nach oben und ist maßgeblich an der Beweglichkeit der Wirbelsäule beteiligt.

Gemeinsam einigen wir uns auf eine Strategie für die Stunde.
Was ist besonders wichtig, was wird gebraucht, wo gibt es Lernbedarf?


Dieses Gespräch kann bis zu 20 Minuten dauern, während des ersten Termins auch etwas länger.

Darauf folgt der praktische Teil, in dem alle Aufmerksamkeit dem Körper gilt. Meist ist es hierzu ideal auf der Behandlungsliege auf dem Rücken zu liegen, im Stehen oder Sitzen zu arbeiten ist ebenfalls möglich. Ich berühre Körperstellen, die relevant sind für das gemeinsam besprochene Verhaltens- oder Bewegungsmuster, das für den Klienten schmerzhaft oder schwer beeinflussbar ist. Die Berührungen können sich auf Muskeln, das Bindegewebe, die Knochen oder Nervenbahnen beziehen und variieren in Stärke und Bewegung. Sie dienen dem Lenken der Aufmerksamkeit und ermöglichen ein gemeinsames Lernen bspw. über die Spannungen im Gewebe, die Stellung der Gelenke bis hin zu der Gesamthaltung (geistig wie körperlich), die gewohnheitsmäßig vorherrscht. Somit kann auch während meiner Behandlung ein Gespräch stattfinden das z.B. einem Abgleich der Wahrnehmungen dient oder die Erfahrung vertieft.

Wir nehmen unseren Körper oft von außen wahr, d.h. wir beurteilen ob etwas funktioniert, gut aussieht oder einer gewissen Form entspricht. Im Falle von Schmerzen und Spannungen ist mit dieser Perspektive auch oft ein natürlicher Prozess der Abspaltung verbunden. Wenn es zwickt und schmerzt, will man es am liebsten weghaben.

In einem Einzeltraining geht es dann darum, den Schmerz bzw. den schmerzhaften Bereich zu integrieren. Empfindungen zu erlauben, die da sind. Eine Atmung zu finden, die sich gut anfühlt. Alle Aufmerksamkeit auf das innere Erleben zu richten und das Beurteilen und Bewerten loszulassen.
Gerade wenn es um Schmerz oder Angst geht, gelingt dies oft nur zu zweit. Durch die gemeinsame Aufmerksamkeit und das vertrauensvolle Beisammensein kann sich das Nervensystem entspannen und so in einen natürlichen Regenerationsmodus übergehen, in dem der Körper mit der Ursache der Symptome umgehen kann. Dies wird vom Klienten z.B. durch ein leichtes Zittern oder Kribbeln wahrgenommen, manchmal auch durch einen Fluss von Wärme oder Kälte. Es ist ein individueller Prozess, den ich immer wieder fasziniert begleite.

In den meisten Fällen führt diese gemeinsame Aufmerksamkeit dazu, dass sich der Gedankenstrom verlangsamt und ein angenehmes Körperempfinden entsteht.

Auf den praktischen Teil der Stunde, der ca. 30 Minuten dauert, folgen 5-8 Minuten der Stille und Ruhe. Der Klient ist alleine im Raum und kann sich nach Belieben unter einer Decke auf der Liege oder in jeder anderen Form ausruhen und dem Training nachspüren.

 

 

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